Ui, da kriegt jemand sein Fernabi nicht gebacken und möchte es anderen nun auch madig machen - oha.
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tssss 15 stunden. reichen bei weitem nicht aus.
Mir wurde gesagt dass das abitur bei 6 stunden pro tag lernen 2 jahre dauert.
Die frau am telefon meinte heute ich sollte schon mit 3 jahren rechnen.
Ich lerne 6 stunden pro tag und mach am samstag mal pause.
Ob 15 Stunden in der Woche für ein Heft ausreichen (und man damit in der Regelstudienzeit bleiben kann) hängt doch von jedem persönlich ab. Ich bearbeite zur Zeit noch die Hefte der Unter-, bzw. Mittelstufe (3. Einstieg ILS) und brauche beispielsweise für Deutsch, Sozialkunde und Erdkunde momentan sogar noch weniger Zeit pro Heft (Heft durcharbeiten, Zusammenfassung schreiben, ggf. Ausweniglernen), dafür habe ich Probleme in Mathe. Letzendlich würde ich aber schon sagen, dass dieser Richtwert (!) auf mich zutrifft. In den Gesellschaftswissenschaften können die EAs viel Zeit beanspruchen, aber die Aussage, dass 15 Stunden die Woche auf keinen Fall reichen, würde ich so nicht unterschreiben. Die Oberstufenhefte sind sicherlich noch umfangreicher, aber man hat doch auch seine Stärken, macht in den entsprechenden Fächern dann Zeit gut, die man stattdessen für schwächere Fächer nutzen kann. Manche verstehen die Lehrbriefe inhaltlich schneller, kommen besser klar, andere brauchen eben ein wenig länger.
Als Richtwert halte ich die 15 Stunden pro Woche für legitim. Und wem das nicht reicht, der muss halt am Wochenende noch ein bisschen mehr lernen, wenn er in der Regelstudienzeit bleiben will. Klingt vielleicht ein bisschen hart, aber es hat ja auch niemand behauptet, dass das Fernabi ein Spaziergang ist, nichts, was man mal eben so ganz nebenbei machen kann.
Ich lerne übrigens (auch?) Vollzeit, vier Fächer je zwei Stunden am Tag, zusätzlich am Abend Wiederholung von Vokabeln und Grammatik, komme im Endeffekt auf 9-10 Stunden über den Tag verteilt. Samstag lerne ich nur 6 Stunden, am Sonntag wird der Stoff alter Hefte noch mal durchgegangen.
Darf ich fragen, wie viele Hefte du mit deinem Lernpensum schaffst? Wenn ich bei dir mal von einer 30 Stunden-Woche ausgehe, sollten zwei Hefte inkl. EA doch eigentlich drin sein, oder? Damit bräuchtest du dann definitiv keine 3 Jahre mehr, wenn du das Tempo hälst.
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Der Inhalt der Mathehefte ist sowas von schlecht erklärt, dass man da eh schon meist ab den ersten 4 seiten nicht mehr durchsteigt. Da werden dann so rechenwege aufgelistet, ohne sie dabei zu erlaütern. Ich hab es sehrbald eingesehen, dass es mir gar nix mehr bringt wenn ich die hefte durcharbeite, weil ich da nur bahnhof verstehe. Deswegen lerne ich mathe schon mal nur noch im internet.
Da kann ich dir zustimmen, für jemanden, der (wie ich zum Beispiel) eh schon Probleme in Mathe hat, sind die Hefte nicht besonders geeignet. Laut der Aussage meiner Betreuerin ist zwar eine Überarbeitung geplant, aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern.
Ich bearbeite die Hefte deshalb stets mit diverser Sekundärliteratur aus der Bibliothek und komme damit bis dato ganz gut zurecht. Da ist halt ein bisschen Eigeninitative gefragt, aber ich kenne das nicht anders. Meine Mathelehrer auf dem Gymnasium konnten mir den Stoff genausowenig näher bringen wie die Lehrbriefe.
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Deutsch ist auch nicht gerade leicht. Zu vielen heften sollst du dir dann nochmal zusätzlich so 100 seiten bücher kaufen. Das sind dann so geschichten und darüber sollst dann in den einsendeaufgaben ein paar fragen zu beantworten.
Ist aber sau schwer, charackterisieren, sprachanalyse etc.
Darf ich fragen, auf welcher Schule du vorher warst? Ich meine, was erwartest du vom Fach Deutsch? Ich war damals im Leistungskurs, von den naturwissenschaftlichen Freaks der Schule kam dann immer nur ein "Ach, da müsst ihr ja sowieso nur lesen und ein bisschen schreiben, das kann ja jeder...".
Du solltest dir darüber bewusst werden, dass du die allgemeine Hochschulreife erwerben möchtest. Das ist der höchste Schulabschluss in Deutschland, da darf man denke ich auch ein bisschen was erwarten. Immerhin soll das Abitur auch eine Vorbereitung auf ein evtl. Studium sein. Und das nicht nur fachlich, sondern auch methodisch. Okay, mir fällt Deutsch entsprechend meiner Vorbildung derzeit noch sehr leicht, ich blättere die Hefte nur durch, lese die Sekundärliteratur und bearbeite die EAs. Allerdings kann ich dir versichern, dass das Niveau der Einsendeaufgaben dem einer Aufgabe aus einer Klausur auf einem staatlichen Gymnasium nicht übersteigt. Das sind absolut normale Stoffgebiete, die das ILS dir da vorgibt. Jeder Abiturient sollte in der Lage sein, eine Figur zu charakteresieren und zumindest grundlegende sprachliche Mittel zu erkennen. In der Schule musste ich damals übrigens auch mehrere Bücher pro Halbjahr lesen, so ist das halt in Deutsch. Was erwartest du?
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Physik- und Chemiehefte sind schon viel ausführlicher gestaltet, aber dennoch schwer, weil man da viele Formeln lernen muss.
Ich habe beide Fächer abgewählt, aber Formeln lernen ist quatsch. Die stehen auch im Tafelwerk, das du während den Prüfungen benutzen kannst. Viel wichtiger ist, dass du die Formeln verstehst und anwenden, bzw. herleiten kannst. Mit Auswendiglernen kommt man in Physik und Chemie auf die Dauer nicht weit.
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Obwohl ich in english an sich sehr gut bin, bekomm ich in der fernschule schlechte noten, da die anforderungen da übertrieben hoch sind.
Ich behaupte einfach mal frech, dass die Anforderungen in Englisch im Abitur deutschlandweit auch an staatlichen Schulen recht hoch sind, höher als in der zweiten Fremdsprache in jedem Fall. Ich bin in Englisch eine absolute Niete, habe mir deshalb auch das Material der ersten beiden Einstiege zuschicken lassen und fange so zu sagen nochmal von vorne an. Das raubt mir Zeit (denn ich muss mein Abi unter Zeitdruck absolvieren), aber mein Englisch ist für einen normalen Start in meinen Einstieg einfach zu schlecht. Auf meinem Gymnasium waren damals fast ausschließlich Leute im Leistungskurs, die zweisprachig erzogen wurden oder ein Jahr im englischsprachigem Ausland verbracht hatten.
Ich würde eine strenge Bewertung seitens des ILS übrigens keinesfalls als negativ werten. Wäre es dir lieber, mit 1ern überschüttet zu werden, die im staatlichen Abitur dann aber eigentlich nur 3er sind? Deine Tutoren wollen dich mit den Noten nicht fertig machen, persönlich angreifen oder so etwas in der Art. Sie wollen dir helfen. Und wenn du so schlechte Noten bekommst, ist dein Englisch vll. einfach noch gar nicht so gut, wie du glaubst.
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Aber mal ehrlich, aus meinen Erfahrung kann ich sagen, dass ein Fernstudium viel zu riskant ist, da die fernschule sehr schwer ist. Einige meinen sogar 2 mal schwerer als auf einem Gymnasium.
Ich verstehe nicht so ganz, was du mit "schwer" meinst. Ich weiß nicht, auf welchem Schultyp du warst, aber ich schätze die Hefte auf keinen Fall doppelt so schwer ein, wie den Lernstoff und die Klausuraufgaben auf einem Gymnasium. Und ich sollte das wissen, ich war immerhin bis zur 12. Klasse dort.
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Geht auf eine Privatschule und zahlt lieber dass doppelte, aber dafür packt man dass dann auch sicher. Weil ne richtige schule ist viel leichter.
Richtig, die Privatschule zieht einen schon irgendwie durch, immerhin zahlt man ja genug. Oje.
Du gehörst wahrscheinlich zu den Leuten, die sich nicht darüber bewusst sind, was sie sich mit einem Fernabitur antun. Ja richtig, antun. Auch wenn man von diversen Seiten gerne hört, wie niveaulos das Abitur doch geworden ist, es ist nicht damit getan, ein paar Bücher zu lesen und ein paar Formeln zu können.
Warst du zuvor auf einer Hauptschule oder ist deine Schulzeit schon sehr lange her? Ich kann mir irgendwie nicht erklären, woher deine illusionäre Sichtweise kommt. Ich meine, was hast du von einem Fernabi denn erwartet? Natürlich ist das Niveau hoch, du willst den höchsten deutschen Schulabschluss erwerben. Aber ich empfinde es nicht höher, als das meines ehemaligen staatlichen Gymnasiums. Und es ist auf jeden Fall machbar. Möglicherweise bearbeitest du die Hefte falsch, wenn dir alles so unmöglich schwer erscheint.
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Dann ist da noch ein andrer Faktor: fernabitur= kaum sozialkontakte.
Okay, du hast dich offensichtlich wirklich nicht besonders eingehend mit dem Thema Fernstudium befasst. Allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten soziale Kontakte aufzubauen, da muss man nicht zwangsläufig zur Schule gehen.
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, das Fernabi zu verteufeln, weil man selbst nicht klar kommt. Sei es, weil man sich nicht ordentlich informtiert und so völlig falsche Erwartungen hat oder weil man aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage ist, den Stoff zu erlernen. Das Fernabitur ist eine verdammt harte Sache, vor allem wenn man unter Zeitdruck steht und gleichzeitig noch einen sehr guten Schnitt braucht, weil man keine Wartesemester in Kauf nehmen möchte. Dennoch ist das alles mit einer gewissen Organisation, starkem Willen und viel Durchhaltevermögen absolut machbar. Ich bearbeite meine EAs ohne Hilfe durch Heft oder Internet und habe noch nie eine EA mit einer schlechteren Note als 2,0 zurückbekommen. Natürlich erfordert das, dass man das Heft nicht nur während des Frühstücks durchblättert und dann die Aufgaben macht. Man muss sich intensiv mit dem Stoff beschäftigen und ihn mit eigenen Worten wiedergeben können. Natürlich gibt es niemanden, der das kontrolliert, es fehlt der Druck durch anwesende Lehrer oder überhaupt durch die Institution Schule. Aber ich denke, dass es auch zum Erwachsenwerden dazugehört, ohne diesen Druck zuverlässig arbeiten zu können.
Das Fernabitur erfordert zweifellos gewisse Soft-Skills, die nicht jeder hat. Aber man kann sie während des Fernstudiums erwerben. Wer nicht in der Lage ist, diszipliniert zu arbeiten, für den ist das Fernabitur in der Tat ungeeignet. Ich habe mich persönlich jetzt schon weiterentwickelt und ich denke, das wird mir auch später in meinem Leben noch weiterhelfen. Möglicherweise reicht der Testmonat nicht aus, um herauszufinden, ob man in der Lage ist, sich über Monate, bzw. Jahre hinweg immer wieder hinzusetzen und zu lernen, gerade, wenn man nicht Vollzeit lernen kann, sondern noch arbeiten geht und Familie hat. Aber wo ein Wille ist, sind bekanntlich auch Wege. Wenn der Wille fehlt - nunja, dafür kann das ILS nichts.